Altersvorsorge

Der Begriff Altersvorsorge umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen, die man treffen sollte, um nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben den weiteren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Idealerweise sollte man den Lebensstandard nicht einschränken müsse – selbst wenn man wegen einer Berufsunfähigkeit vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden muss. Hierzu dient zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung!

Altersvorsorge oblag traditionell der Familie und wurde Jahrhunderte lang durch „Sachleistungen“ in Form von Versorgung erfüllt. Die jeweils „aktive“ und „leistungsfähige“ Generation hatte sowohl die nachwachsende als auch die alternde Generation im Verbund einer Großfamilie zu versorgen. In einer derartigen gesellschaftlichen Situation war eine ausreichende Kinderzahl die Voraussetzung für eine Versorgung im Alter.

 

Altersvorsorge in der Geschichte

Im Rahmen der Industrialisierung und der damit zunehmenden Mobilität konnte diese Aufgabe innerhalb der Familien immer öfter nicht mehr optimal gelöst werden. Als Reaktion darauf wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert eine gesetzliche Altersrente eingeführt, die als kapitalgedeckte Rente angelegt war. Im 20. Jahrhundert ging der aufgebaute Kapitalstock jedoch durch zwei Weltkriege, Inflation und Wirtschaftskrise verloren, so dass die gesetzliche Altersrente in den 50er Jahren auf das so genannte Umlageverfahren umgestellt wurde. Im Ergebnis hat die Entwicklung der letzten 150 Jahre dazu geführt, dass sich die Verantwortung für die Altersvorsorge vom Familienverband und dem Individuum zu größeren Gruppen (Staat, Kollektiv der Versichertengemeinschaft) verlagert hat. In den letzten Jahrzehnten zeigt sich jedoch, dass die individuelle Verantwortung für die eigene Altersvorsorge wieder zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Die 3 Säulen der Altersvorsorge

Die heutige Altersvorsorge setzt sich in der Regel aus „drei Säulen“ zusammen:

  • 1. Säule: Die gesetzliche Vorsorge (Einzahlungen von Pflichtbeiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung während des gesamten Erwerbslebens)
  • 2. Säule: Ergänzende erwerbsbasierte Alterssicherung. Dazu zählt hauptsächlich die betriebliche Altersversorgung, aber auch die zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.
  • 3. Säule: Private Vorsorge (eigenverantwortliche Ansparung von Eigenkapital mit der Möglichkeit des späteren Verzehrs): Hierzu zählen zum Beispiel Aktienfonds-Sparpläne, Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherungen sowie Immobilienbesitz.

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